Animierte Weltkugel mit Solarmodulen, Blättern Bäumen und Windrad symbolisiert die Themen Energiewende und Erneuerbare Energien

Energiewende

Immer mehr erneuerbare Energien aus Wind, Sonne und anderen Quellen der Natur statt Atomenergie – das soll die Energiewende bringen! Klingt einfach, ist aber eine riesengroße Aufgabe für alle: Politiker, Wirtschaft und Bürger. Und auch du kannst mitmachen!


Energiewende

Wie gelingt die Energiewende?

Bis 2050 sollen Wind und Sonne den Großteil unserer Energie produzieren. Weil es Wind und Sonne in unbegrenzter Menge gibt, also immer wieder neu, nennt man sie erneuerbare Energien. Du kannst dazu beitragen, dass wir immer mehr erneuerbare Energien nutzen und die Energiewende gelingt. Wie, das erfährst du in diesem Video.


Was Du sonst noch wissen solltest

Steckdose und Stromstecker

Wie kommt der Strom in die Steckdose?

Wenn du bei dir zu Hause die Schreibtischlampe einschaltest, ist er sofort da: der Strom. Aber wie kommt er überhaupt von einem der Kraftwerke, Windräder oder Solaranlagen zu dir nach Hause?

Im Prinzip ganz einfach: über Stromnetze.

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Wenn du bei dir zu Hause die Schreibtischlampe einschaltest, ist er sofort da: der Strom. Aber wie kommt er überhaupt von einem der Kraftwerke, Windräder oder Solaranlagen zu dir nach Hause?

Im Prinzip ganz einfach: über Stromnetze. Das sind viele lange Leitungen, durch die der Strom fließt. Alle deutschen Stromleitungen zusammen haben eine Länge von 1,8 Millionen Kilometern – das ist mehr als viereinhalb Mal von hier bis zum Mond.

Die Stromnetze kannst du dir als unterschiedlich lange Laufstrecken vorstellen:

  • Das Höchst- und Hochspannungsnetz ist die Langlaufstrecke, die von den Kraftwerken quer durch Deutschland führt.
  • Das Mittelspannungsnetz ist die Mittelstrecke, die die Langlaufstrecke mit naheliegenden Städten verbindet. Windräder und Solaranlagen leiten ihren Strom direkt in dieses Netz.
  • In jeder Stadt gibt es dann noch ein Niederspannungsnetz, die Kurzstrecke, die bis zum Hauptstromanschluss in jedem Haus reicht. Von dort führen Stromleitungen dann zu den Steckdosen und weiter bis zu deiner Schreibtischlampe.

Damit der Strom die weiten Strecken ohne große Verluste zurücklegen kann, braucht er viel Ausdauer. Beim Strom nennt man das Spannung. Im Höchst-, Hoch und Mittelspannungsnetz beträgt die Spannung zwischen 6.000 und 380.000 Volt.

Erst wenn der Strom in einer Stadt angekommen ist und nur noch kurze Strecken zurücklegen muss, wird seine Spannung auf 230 Volt verringert. Diese Spannung wurde 1987 in ganz Europa als Standardspannung festgesetzt, weil elektrische Geräte damit am besten funktionieren.

Mehr zum Thema erfährst du in diesen Videos:

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Energiebegriffe auf Papier mit Stift Quelle: Fotolia
© Fotolia

Was ist der Unterschied zwischen herkömmlichen und erneuerbaren Energien?

Wenn wir von „herkömmlichen Energien“ und „erneuerbaren Energien" sprechen, meinen wir eigentlich Energiequellen, die uns die Natur zur Verfügung stellt. Die Energie aus diesen Energiequellen können wir umwandeln in Strom.

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Wenn wir von „herkömmlichen Energien“ und „erneuerbaren Energien" sprechen, meinen wir eigentlich Energiequellen, die uns die Natur zur Verfügung stellt. Die Energie aus diesen Energiequellen können wir umwandeln in Strom.

Was sind herkömmliche Energien?

Gemeint sind Kohle, Erdgas und Erdöl. Sie haben eins gemeinsam: Es gibt davon nur eine begrenzte Menge; sie werden also früher oder später aufgebraucht sein.

Es gibt aber noch eine Gemeinsamkeit: Wenn wir Kohle, Erdgas und Erdöl in Strom umwandeln, entstehen Treibhausgase, zum Beispiel CO2. Treibhausgase gelten als Hauptverursacher des Klimawandels, weil sie zur Erderwärmung führen.

Zu den herkömmlichen Energiequellen zählt auch Uran. Es kommt in Atomkraftwerken zum Einsatz. Uran gibt es zwar noch genug. Doch die Stromerzeugung aus Atomkraft hat andere Nachteile: Zum einen kann es zu Atomkatastrophen kommen. Zum anderen entsteht in Atomkraftwerken radioaktiver Müll, der noch Millionen Jahre lang gefährlich ist und deshalb sicher gelagert werden muss. Doch weltweit gibt es bislang kein einziges Endlager.

Du siehst: Herkömmliche Energien bringen ziemlich große Herausforderungen mit sich, die nicht so einfach zu lösen sind.

Was sind erneuerbare Energien?

Zum Glück gibt es in der Natur auch erneuerbare Energien. Die bekanntesten sind Sonnenkraft und Windenergie. Es gibt aber noch mehr erneuerbare Energien, zum Beispiel: Wasserkraft, Erdwärme und Biomasse. Sie alle haben zwei Vorteile gegenüber herkömmlichen Energien: Es gibt sie in unbegrenzter Menge, also immer wieder neu – daher auch ihr Name. Und wenn wir sie in Strom umwandeln, entstehen weniger Treibhausgase. Deshalb finden 93 Prozent der Deutschen - also fast alle - es gut, dass es eine Energiewende gibt und wir die erneuerbaren Energien ausbauen.

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Bewölkter Himmel mit Sonne, im Vodergrund ein Schild mit der Aufschrift "Energiewende"; Quelle: Fotolia
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Worum geht es bei der Energiewende?

Mit der Energiewende wechselt Deutschland von herkömmlichen Energien zu erneuerbaren Energien, um Strom zu erzeugen. 2015 wurden bereits 30 Prozent des deutschen Stroms aus erneuerbaren Energien gewonnen.

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Mit der Energiewende wechselt Deutschland von herkömmlichen Energien zu erneuerbaren Energien, um Strom zu erzeugen. 2015 wurden bereits 30 Prozent des deutschen Stroms aus erneuerbaren Energien gewonnen. Im Jahr 2050 sollen es 80 Prozent sein. Für die Energiewende gibt es gute Gründe - hier die vier wichtigsten:

  • Erneuerbare Energien sind umweltfreundlich. Wenn wir Kohle, Öl, Gas oder Uran in Strom umwandeln, entstehen Treibhausgase (CO2) oder gefährliche Abfälle. Sonnenkraft und Windenergie dagegen sind sauber. Mit der Energiewende schützen wir also dauerhaft unsere Umwelt.
  • Erneuerbare Energien sind unendlich vorhanden. Kohle, Gas und Öl werden immer knapper. Sonnenlicht und Wind jedoch gibt es immer wieder neu. Mit der Energiewende sorgen wir also dafür, dass wir in Zukunft immer genug Strom haben.
  • Erneuerbare Energien sind sicher. In Atomkraftwerken kann es zu Katastrophen kommen, die großen Schaden anrichten. Solar- und Windkraftanlagen sind dagegen ungefährlich. Die Energiewende schützt uns also vor unkontrollierbaren Gefahren.
  • Erneuerbare Energien gibt es direkt vor unserer Haustür. Wir kaufen herkömmliche Energien wie Öl und Gas außerhalb von Deutschland ein und sind daher auf andere Länder angewiesen. Sonnenkraft und Windenergie hingegen finden wir auch in Deutschland. Die Energiewende macht uns also weniger abhängig von anderen.
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Animiertes Fussballfeld mit Spielzügen Quelle: iStock
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Was macht die Energieministerin, damit die Energiewende gelingt?

Die Energieministerin bringt alle zusammen, die zur Energiewende beitragen. Sie bespricht mit ihnen die nächsten Schritte und lenkt alles in die richtige Richtung.

Für die Energiewende müssen nämlich noch viele Herausforderungen gemeistert werden, vor allem diese:

  • Die Energiewende kostet Geld, um neue Windräder, Solaranlagen, Stromnetze und vieles mehr zu bauen.
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Die Energieministerin bringt alle zusammen, die zur Energiewende beitragen. Sie bespricht mit ihnen die nächsten Schritte und lenkt alles in die richtige Richtung.

Für die Energiewende müssen nämlich noch viele Herausforderungen gemeistert werden, vor allem diese:

  • Die Energiewende kostet Geld, um neue Windräder, Solaranlagen, Stromnetze und vieles mehr zu bauen. Diese Kosten machen den Strom teurer. Doch Strom muss für alle bezahlbar bleiben.
  • Vor allem Unternehmen dürfen nicht zu viel Geld für Strom bezahlen müssen, weil es für sie dann teurer wird, Produkte herzustellen. Die Folge wäre, dass Unternehmen ins Ausland gehen, wo Strom preiswerter ist, und dort ihre Produkte herstellen. Dadurch könnten zum Beispiel deine Eltern ihren Job verlieren. Und das wäre nicht nur schlecht für deine Familie, sondern auch für die deutsche Wirtschaft – und damit für uns alle.
  • Wir brauchen neue Stromleitungen, vor allem sogenannte Stromautobahnen. Nur so können wir z. B. Strom von den Windrädern in der Nordsee zu Stromverbrauchern in ganz Deutschland transportieren. Und uns besser mit unseren Nachbarländern vernetzen: Länder mit zu hoher Stromproduktion können denen helfen, die gerade zu wenig Strom produzieren.
  • Wir müssen effizienter mit dem Strom umgehen und ihn nur dann nutzen, wenn wir ihn wirklich brauchen. So können wir eine Menge Strom sparen, die gar nicht erst erzeugt werden muss. Dabei soll ganz Deutschland mitmachen, auch du und deine Eltern. Das geht, indem du zum Beispiel Licht, Fernseher oder Computer ganz aus machst, wenn du sie nicht nutzt.
  • Wir müssen neue Stromspeicherlösungen entwickeln, damit langfristig sichergestellt ist, das Strom auch dann fließt, wenn mal kein Wind weht oder die Sonne nicht scheint. Deshalb muss überschüssiger Strom aus Zeiten mit viel Wind und viel Sonnenschein sozusagen auf Vorrat gespeichert werden.


Du kannst dir die Energieministerin wie die Trainerin einer Fußballmannschaft vorstellen: Sie überlegt sich die Taktik, stellt die Mannschaft auf und hält sie zusammen. Aber spielen - also die Energiewende konkret umsetzen - muss das Team. Und das Team sind wir alle.

Mehr zum Thema findest du in diesen Videos:

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Lichtschalter mit Finger im Vodergrund; Quelle: Fotolia
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Was kannst du zur Energiewende beitragen?

Mach mit – es lohnt sich!

Bei der Energiewende geht es nicht nur darum, unseren Strom in Zukunft fast nur noch aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. Es geht auch darum, Strom zu sparen. Denn Strom, der nicht verbraucht wird, muss erst gar nicht produziert werden.

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Mach mit – es lohnt sich!

Bei der Energiewende geht es nicht nur darum, unseren Strom in Zukunft fast nur noch aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. Es geht auch darum, Strom zu sparen. Denn Strom, der nicht verbraucht wird, muss erst gar nicht produziert werden.

Beim Stromsparen sind wir alle gefragt – jeder kann seinen eigenen kleinen Beitrag zur Energiewende leisten. Und aus vielen kleinen Beiträgen wird ein großer, der die Energiewende einfacher macht.

Hier ein paar Tipps, was du beitragen kannst:

  • Bei Geräten, die sich nicht ausschalten lassen oder im Stand-by-Modus stehen, den Netzstecker ziehen. Das gilt zum Beispiel für Fernseher, Handy-Ladegeräte oder Spielekonsolen.
  • Auch Geräte, bei denen du nicht sicher bist, ob sie ausgeschaltet Strom verbrauchen, vom Stromnetz trennen – beispielsweise PC-Monitore, Computer und Drucker.
  • Licht aus, wenn du einen Raum für längere Zeit verlässt.
  • Wenn du Wasser heiß machst, immer einen Wasserkocher und nicht den Herd benutzen.
  • Beim Lüften die Heizung ausdrehen. Am besten Stoßlüften: mehrmals täglich für drei bis fünf Minuten. Denn auch Heizenergie sparen ist ein wichtiger Beitrag zur Energiewende.


Zusammen könnt ihr noch mehr erreichen!

Wenn deine Eltern ein neues Gerät kaufen müssen – zum Beispiel einen Fernseher, Kühlschrank, Backofen oder Geschirrspüler – dann bitte sie, auf die Energieeffizienzklassen zu achten und am besten ein Gerät der Klasse A+++ zu kaufen. Das verbraucht am wenigsten Strom.

Vielen Dank für euren Beitrag zur Energiewende!

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Fortschritte der Energiewende


Eure Meinung zur Energiewende

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Eva, 8. Klasse


Ich mache bei der Energiewende mit, indem ich immer das Licht ausschalte, wenn ich aus meinem Zimmer gehe und nachts meine elektronischen Geräte nicht auf Stand-by lasse und Energiesparlampen benutze.

Testbild Modul Statement

Laura, 8. Klasse


Strom aus Sonne, Wind und Wasserkraft ist einfach besser, weil die Stromerzeugung umweltfreundlich ist. Außerdem stehen Sonne, Wind und Wasserkraft unbegrenzt zur Verfügung.